Radioaktiv bestrahlte Gojibeeren ?
Geschrieben von: Pascal in Gojibeeren , tags: GojibeerenBeunruhigende Artikel
Verschiedene kürzlich in der helvetischen Presse erschienene Artikel hatten die Tendenz, getrocknete Gojibeeren mit alarmierenden Schlagzeilen wie « Radioaktive Gojibeeren » oder « Warnung vor bestrahlten Beeren » zu verteufeln. Diese Artikel sind die Reaktion auf eine Untersuchung des Amtes für Verbraucherschutz des Kantons Aargau. Sie sind jedoch voller Ungenauigkeiten, ja Fehler, und kein Ruhmesblatt für die betreffenden Journalisten. Damit Sie sich Ihre eigene Meinung bilden können, stellen wir Ihnen den Originaltext der Mitteilung der aargauischen Behörden zur Verfügung (hier klicken).
Wie sieht die Realität aus?
Wir haben in den betreffenden Presseerzeugnissen verschiedene Fehler festgestellt, die gleich in mehreren Artikeln vorkamen, was darauf schliessen lässt, dass gewisse Journalisten sich die Arbeit einfach machten, indem sie Behauptungen der Kollegen blindlings übernahmen, obwohl es heute dank Internet ein Leichtes wäre, diese zu überprüfen und korrekt zu informieren. Richtig ist:
1°) 6 von 8 Proben getrocknete Gojibeeren waren nicht bestrahlt. Dennoch wurde in der Presse der Eindruck erweckt, dass alle aus China stammenden Gojibeeren radioaktiv verseucht seien. Diese Verallgemeinerung stellt eine flagrante Fehlinformation dar.
2°) Auch die beiden bestrahlten Proben sind im Gegensatz zu dem, was in gewissen Zeitungen behauptet wurde, nicht radioaktiv (abgesehen von der natürlichen Radioaktivität, welche sich in jedem Lebensmittel findet). Gemäss Befund des Amts für Verbraucherschutz lag die gemessene Dosierung weit unter der als gesundheitsschädigend deklarierten Obergrenze von 1 kGy des Bundesamtes für Gesundheit. Im Gegenteil, selbst das kantonale Labor bestätigt, dass keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Das Problem mit der Bestrahlung ist nicht die Radioaktivität, sondern die Zerstörung der Nährwerte, die jedoch keinesfalls unterschätzt werden sollte.
3°) Eine einzige Probe wies Spuren von Sulfaten auf, welche die zulässigen Höchstwerte überstiegen, und bei weiteren drei Produkten blieben die Messwerte zwar im tolerierten Bereich, es fehlte aber auf der Etikette ein gemäss Art. 8 der eidgenössischen « Verordnung über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln » (LKV) erforderlicher Hinweis, wie man ihn beispielsweise häufig auf Etiketten von Weissweinen findet. Weitere vier Muster gaben zu keiner Beanstandung betreffend Sulfate Anlass. Die Verallgemeinerung, alle getrockneten Gojibeeren chinesischer Herkunft in einen Topf zu werfen, ist also unseriös und geeignet, die Konsumenten zu verunsichern.
4°) Gewisse Journalisten erweckten den Eindruck, dass 7 von 8 Proben beanstandet wurden. In Wirklichkeit wurden insgesamt 11 Muster getestet, nicht nur deren 8, davon erfüllten 4 die gesetzlichen Anforderungen, nicht nur eine Einzige. Das zeigt, wie unfundiert die betreffenden Artikel waren.
Es gibt Goji und Goji
Zum Glück nehmen die kantonalen Lebensmittelkontrolleure ihre Aufgabe ernst, uns alle vor schädlichen Produkten zu schützen. Es geht uns nicht darum, die Probleme zu verharmlosen, die durch die im Kanton Aargau durchgeführten Analysen aufgedeckt wurden. Deren Resultate bestätigen nur, was uns schon lange bewusst ist : es gibt Goji und Goji und nicht alle Beeren können « in den selben Sack gesteckt » werden. Deshalb ist beim Einkauf höchste Wachsamkeit gefordert !
Konkret : wie steht es mit den Beeren von Gojimalaya ?
Aus verschiedenen Gründen sind wir überzeugt, dass unsere Gojibeeren absolut rein und gefahrlos sind:
1°) Wie dem offiziellen Bericht h zu entnehmen ist, wären wir vom Kantonschemiker sofort aufgefordert worden, das Produkt vom Markt zurück zu nehmen, falls es zu den beanstandeten Proben gehört hätte. Das war nicht der Fall, wir haben keine derartige Aufforderung erhalten und können unsere Beeren weiterhin ungehindert vertreiben.
2°) Im Unterschied zu praktisch allen anderen Importeuren haben wir in China ein eigenes Büro, das permanent mit einer schweizerischen Vertrauensperson besetzt ist, welche die Pflanzer persönlich kennt und eine lückenlose Überwachung des Ablaufs von der Ernte bis zur Ausfuhr sicherstellen kann. Unser Büro ist deshalb in der Lage, zu bestätigen, dass die einzige Behandlung, die den von uns exportierten Beeren zuteil wurde, aus der Trocknung an der Luft bestand. Welche Methode auch immer verwendet worden wäre (Beta-, Gamma-, oder Röntgenstrahlen), eine derartige Behandlung erfordert eine nicht zu übersehende Infrastruktur (Elektronenbeschleuniger, Röntgenapparat, Betonschutzwälle) und es ist deshalb nicht schwer festzustellen, ob bei unseren Lieferanten eine solche Infrastruktur besteht.
3°) Unsere Beeren sind mit dem GreenFood-Zertifikat gekennzeichnet, das dafür garantiert, dass die Früchte weder bestrahlt noch mit Sulfaten behandelt wurden. Die betreffenden Tests werden vor dem Export durch ein offizielles Labor durchgeführt und jedes Produkt, das nicht den gesetzlichen Normen entspricht, darf nicht ausgeführt werden. Die Testergebnisse werden ausserdem durch unseren Mann vor Ort systematisch überprüft.
4°) Wie verschiedenen unserer Kunden, insbesondere Baumschulen, ist es auch uns selbst gelungen, unsere Beeren keimen zu lassen. Mit bestrahlten Beeren wäre dies unmöglich, da damit deren Fruchtbarkeit zerstört worden wäre.
Wie Sie sehen, geben wir uns allergrösste Mühe, unseren Kunden ein gesundes und qualitativ hochstehendes Produkt zu vermitteln und Sie können sich darauf verlassen, dass die von uns gelieferten Gojibeeren nicht nur gesund, sondern auch eine Wohltat für Ihre eigene Gesundheit sind.
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